Ja-Parole gefasst

Die Corona-Pandemie hat den Abstand zwischen den Mitgliederversammlungen des Gewerbevereins Teufen (GVT) verkürzt: Zuletzt traf man sich vor einem halben Jahr in der «Waldegg». Mit der MV vom 17. März 2022 in der «Linde» ist der Verein nun wieder im üblichen Rhythmus angekommen. Und trotz der wenigen Monate: Es hat sich einiges getan – sowohl organisatorisch als auch personell.

Im September 2021 hatte GVT-Präsident Thomas Schirmer eine ernste Botschaft an die Vereinsmitglieder gerichtet: Wie gehen wir in die Zukunft? Wie definieren wir uns als Verein? Diese existenziellen Themen kamen nicht von irgendwo. Der GVT hatte Mühe, engagiertes Mitglieder für Projekte und Anlässe zu finden und auch die Finanzen sahen nicht gerade rosig aus. Nun, ein halbes Jahr später, findet die Mitgliederversammlung wieder wie üblich im März statt. Und der Weckruf des Präsidenten scheint gewirkt zu haben: Die Versammlung wählt zwei neue Vorstandsmitglieder, verdoppelt den Mitgliederbeitrag, hat einen prall gefüllten Veranstaltungskalender und will noch kommunikativer werden. «Ich bin froh, haben wir heute Abend so fähiges Personal in den Vorstand gewählt und den Verein für die Zukunft – auch finanziell – gut aufgestellt.»

Vielfältige Corona-Folgen

Die Corona-Pandemie hatte nicht nur Einfluss auf die Versammlungen des GVT. Auch die Geschäftstätigkeit vieler Mitglieder war direkt von der Pandemie bzw. den Schutzmassnahmen betroffen. «Die Rückmeldungen sind sehr unterschiedlich. Die einen können sich vor lauter Aufträgen kaum retten und suchen händeringend um Personal. Andere kämpfen ums Überleben oder mussten bereits aufgeben», sagt Thomas Schirmer zu Beginn der Versammlung. Umso grösser ist die Freude über die Aufnahme von vier Neumitglieder an diesem Abend: «Mercato Shop», «Gallus Baer», «A. Lehmann Elektro» und «Schindelhandwerk». Gleichzeitig scheiden fünf Unternehmen aus dem GVT aus – in einem Fall liegt der Grund in der Geschäftsaufgabe als Folge der Corona-Pandemie.

Mitgliederbeitrag verdoppelt

«Ihr kennt das ja schon von der letzten Versammlung: Wir zehren momentan von unserer Substanz bzw. dem Eigenkapital», sagt Kassier Roger Hasler. Zwar konnte dank der erneuerten Mitgliederverwaltung und einigen Bereinigungen – bsp. bei den Abgaben an den kantonalen Verband und dem historischen Überbleibsel der Lehrlingsgutscheine – einiges gespart werden. Trotzdem erwartet der GVT-Vorstand bei einem gleichbleibenden Mitgliederbeitrag ein erneutes Minus. «Nach der letzten Versammlung kamen deshalb einige von euch auf mich zu und schlugen eine Anpassung vor», sagt Thomas Schirmer. Diesen Input nahm der Vorstand an diesem Abend auf – und die Versammlung folgte dessen Vorschlag. Dank der einstimmig beschlossenen Verdoppelung des Mitgliederbeitrags (neu 100 Franken) weist das Budget 2022 nun eine schwarze Null aus. «Und das inklusive wieder stattfindenden Anlässen wie der Adventsnacht, kommunikativem Engagement und der Neuauflage der Rotbach-Checks», so Schirmer.

GVT will ein «Ja»

An diesem Abend kommt auch der «Ausschuss Gewerbe Dorf» zu Wort. Diese Gruppe innerhalb des Gewerbevereins Teufen beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Ortsdurchfahrt. Vor drei Jahren gab die Mitgliederversammlung des GVT dem Ausschuss einst den Auftrag, sich für den damals aktuellen «Marschhalt» beim Projekt ODT einzusetzen. Inzwischen ist die Situation aber wieder eine ganz andere: «Bei diesem Thema passiert so viel. Und es ändert sich ständig alles wieder. Wir können gut nachvollziehen, wenn ihr das Ganze nicht mehr 1:1 mitverfolgt», sagt Ausschuss-Mitglied Katja Diethelm Bruhin («Brillehus»). Der Antrag von ihr und Barbara Ehrbar-Sutter («Breitenmoser» / «Anker») beginnt deshalb auch mit einem kurzen Rückblick: Erarbeitung der Korridorstudie (erste Hälfte 2021), Präsentation der Doppelspur als favorisiertes Projekt (Herbst 2021), Bekanntgabe der Tunnel-Abstimmung bzw. Gültigkeit der Initiative der «IG Tüüfner Engpass» (Dezember 2021). «Wichtig ist: Im Mai stimmen wir nicht über einen Tunnel selbst ab. Ein Ja würde zu zwei weiteren Abstimmungen führen – eine über einen Projektkredit und schliesslich eine über Tunnel vs. Doppelspur. Und dann könnten wir endlich mal Äpfel mit Äpfeln vergleichen», sagt Barbara Ehrbar-Sutter. Deshalb stellt der Ausschuss den GVT-Mitgliedern an diesem Abend den Antrag, die Ja-Parole für die Abstimmung vom 15. Mai zu fassen. Dann stimmt Teufen über einen Bahntunnel zwischen Bahnhof und Stofel ab.

Vor der Abstimmung über die Parole sprachen auch zwei Gäste der Gemeinde und ein Vorstandsmitglied der «IG Tüüfner Engpass». Erst Gemeindepräsident Reto Altherr: «Ich will hier weder für ein Ja noch ein Nein weibeln. Ich gebe bloss zu bedenken, dass das Edikt Mitte April erst verschickt wird. Ich frage mich deshalb, ob eine Parolenfassung zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist. Das wichtigste wird sein, dass wir am 15. Mai alle abstimmen und uns an der Veranstaltung vom 28. April informieren bzw. alle offenen Fragen stellen.»

Ein Votum zu den Kosten von Gemeinderat Urs Spielmann (Ressort Finanzen): «Auch wenn die Zahlen zu diesem Zeitpunkt nicht die grösste Rolle spielen dürften, so will ich doch kurz sagen: Wie teuer ein Tunnel wirklich wird bzw. wie gross die Differenz zwischen Doppelspur- und Tunnel-Projekt mit allen Bestandteilen ist, wissen wir noch nicht genau. Aber selbst wenn sich die pessimistischsten Schätzungen des BAV – Mehrkosten von rund 60 Mio. Franken – bewahrheiten würden, könnte Teufen das wohl finanzieren.»

Und zum Schluss noch Jakob Brunnschweiler von der «IG Tüüfner Engpass»: «Mit einem Ja am 15. Mai vergeben wir uns noch nichts. Aber wir haben damit endlich die Chance auf eine echte Abstimmung zum Thema Ortsdurchfahrt, bei der die Doppelspur wirklich mit dem Tunnel verglichen werden kann.» Auch Heinz Rusch («Coiffure Tonio») und Barbara Fischer sprachen sich für ein Ja aus – die beiden präsidieren das Ja-Komitee, das sich als «verlängerter Arm» der IG Tüüfner Engpass für einen Tunnel einsetzt.

Schliesslich fasst die Mitgliederversammlung des Gewerbevereins Teufen einstimmig (mit 5 Enthaltungen) die Ja-Parole für die Abstimmung vom 15. Mai.

Personelles

Das Jahr 2022 ist auch der Start einer neuen Amtsperiode für den GVT-Vorstand. Während Präsident Thomas Schirmer, Vize-Präsident Kevin Rothmund, Kassier Roger Hasler und Aktuarin Monika Hauri von der Versammlung einstimmig wiedergewählt wurden, musste für Marcella Sturzenegger (Marketing) und Gabriela Blankenhorn (Beisitzerin) Ersatz gefunden werden. «Gabriela ist unser dienstältestes Vorstandsmitglied. Sie hat sehr viel für unseren Verein getan – ihre Skitage waren legendär und sie rief auch das Projekt „Gwerbler besuchen Gwerbler“ ins Leben. Marcella hat während der vergleichsweise kurzen Zeit von drei Jahren sehr viel umgesetzt: Sie war federführend beim neuen Online-Auftritt und der Mitgliederverwaltung. Der Vorstand dankt euch beiden herzlich für euer grosses Engagement», sagt Präsident Thomas Schirmer. Als Ersatz für Marcella Sturzenegger wählte die Versammlung Daria Müller («Markwalder») in den Vorstand. Für Gabriela Blankenhorn kommt Heinz Fuchs («AXA») – sein Ressort wird neu Events heissen.

Tiz

Quelle: tposcht.ch

Fritz Wyss AG übergibt das Geschäft

Per 1. April 2022 an Katja und Stefan Höhener

Geschätzte Kundinnen und Kunden

Nach 33 Jahren und 3 Monaten werden wir unseren Getränkehandel jüngeren Händen übergeben. Es freut uns, dass wir mit Katja und Stefan Höhener eine junge Familie aus Waldstatt als Nachfolger gefunden haben.

Für Ihre Treue zu uns möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Uns war es stets eine grosse Freude, Sie mit unsern Getränken zu versorgen. Es freut uns natürlich sehr, wenn Sie auch unseren Nachfolgern wieder Ihr Vertrauen schenken. Sie werden als neue Inhaber der Fritz Wyss AG unter gleichem Namen und Telefonnummer gerne wieder Ihre Wünsche erfüllen. Auch unser langjähriger Mitarbeiter Dominik Preisig wird wieder von der Partie sein.

Ab anfangs Februar wird Stefan mit uns auf die Getränke-Tour mitkommen um Sie kennen zu lernen.

Für die Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute, viel Erfolg und bleiben Sie gesund. Wir werden Sie vermissen, aber wir sehen uns sicher auch nachher wieder.

Vielen Dank für die lange Zeit und herzliche Grüsse
Brigitte und Willi Krüsi

Auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit

Geschätzte Kundschaft

Wie Sie bereits von Willi und Brigitte erfahren haben, dürfen wir als junge Familie ab 1. April ihren Getränkehandel übernehmen. Wir freuen uns, Sie weiterhin mit Getränken und unseren Dienstleistungen zu bedienen. Es wird eine spannende Zeit auf uns zukommen, und wir freuen uns, diese mit Ihnen zu bestreiten. Wir, das sind Katja und Stefan Höhener mit den Kindern Livio (10) und Elina (7), wohnhaft in Waldstatt.

Stefan ist geboren und aufgewachsen in Herisau. Den Ein oder Anderen ist er durch seine mehrjährige Tätigkeit in einer Brauerei bereits bekannt. Durch diese Erfahrungen ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sicher gelegt.

Katja ist aufgewachsen in Waldstatt und geblieben. Auch sie hat durch das Café Restaurant, dass ihre Eltern im Dorf geführt haben, einen Bezug zur Gastronomie. Durch die Arbeit als Floristin ist sie seit Lehrzeiten im Verkauf tätig und wird im Laden und am Telefon stets ein nettes Wort bereit haben.

Wir freuen uns bereits jetzt auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen und wünschen Ihnen alles Gute.
Katja, Stefan, Livio und Elina Höhener

PD

Appenzeller ABC-Memory

Die Teufner Kunstschaffende Gret Zellweger hat ein Memoryspiel entwickelt.

Zu jedem Buchstaben des Alphabets hat sie etwas typisch Appenzellisches gemalt. Von B wie Backseckel (Tabakbeutel) über H wie Hackbrett bis zu Z wie Zipfelkappe. Jeder Begriff wurde in liebevoller Handarbeit gestaltet. Das hochwertig verarbeitete Memory kommt in einer hübschen, speziell gefalteten Schachtel daher.

Produziert im Appenzellerland

Erhältlich in Gret Zellwegers Kunstwerkstatt, in diversen Museen und ausgesuchten Läden oder online: verlagshaus-schwellbrunn.ch

Die Original-Leinwandbilder sind im Zeughaus Teufen ausgestellt.

Kunstwerkstatt Gret Zellweger | Hechtstrasse 8b | 9053 Teufen | Tel. 071 333 38 11 | gret.zellweger@bluewin.ch

PD

Versammlung der Mitglieder 2021

Die Mitgliederversammlung des Gewerbevereins Teufen fand zu spät statt – ein halbes Jahr zu spät. Schuld daran war wieder einmal Corona. Umso mehr genossen die Mitglieder das Aufeinandertreffen. Es gab aber auch ernste Themen zu besprechen.

«Ich will mit euch gleich zu Beginn noch etwas Nachdenkliches teilen.» Präsident Thomas Schirmer eröffnete die Mitgliederversammlung des Gewerbevereins Teufen (GVT) mit einer Frage, die viele Vereine beschäftigt: Wie definieren wir uns? Und wie gehen wir in die Zukunft? «Wie schaffen wir es, dass wir unseren Verein als gemeinsames Projekt sehen? Zusammen an einem Strick ziehen?» Eine kürzlich durchgeführte Mitgliederbefragung habe zwar ergeben, dass die meisten mit der Rolle des GVT grundsätzlich zufrieden seien. Aber es gäbe auch immer wieder «irritierende» Situationen für den Vorstand: «Wenn wir für eine kurze Arbeit zugunsten des Vereins eine Rechnung gestellt bekommen oder wenn wir trotz intensiver Suche keine Mitglieder für ein Ämtli finden zum Beispiel. Wollen wir ein Verein sein, bei dem die ehrenamtlichen Aufgaben immer jemand anders übernimmt?» Solche Situationen rauben Kraft und zehren an der Motivation. Aber nicht nur das: Sie haben auch ganz konkrete finanzielle Folgen.

Personelles

Für den Moment bleibt der Vorstand des GVT unverändert – die periodischen Neuwahlen finden erst an der nächsten MV (März 2022) statt. Dort wollen sich fünf von sechs Mitgliedern zur Wiederwahl stellen. Einzig Marcella Sturzenegger (Mitgliederverwaltung und Marketing) scheidet aus persönlichen Gründen aus. «Ich will bereits jetzt die Suche nach einer Nachfolge eröffnen – für Marcella im 2022 und für das Präsidentenamt im Jahr 2025. Wir brauchen euch», sagt Präsident Thomas Schirmer. An dieser MV kam es lediglich zu einem Wechsel in der Geschäftsprüfungskommission: Susanne Gebs wurde nach langjähriger Tätigkeit verdankt und verabschiedet. Als Ersatz für sie wurde Ignaz Mainberger gewählt.

Von der Substanz leben

Eigentlich sieht die von Kassier Roger Hasler präsentierte Jahresrechnung unspektakulär aus: Der GVT machte im Jahr 2020 einen Verlust von rund 6’000 Franken, das Vereinsvermögen sinkt damit auf etwas über 58’000 Franken. Erfreulich dabei: «Der deutlich höhere Kontostand bei den Rotbach-Checks zeigt, dass während Corona viele Checks gekauft haben, um damit das lokale Gewerbe zu unterstützen. Das freut uns natürlich sehr», so Roger Hasler. Die wichtigste Einnahmequelle, die Mitgliederbeiträge, liegen mit über 17’000 Franken sogar deutlich über Budget (16’000 Franken). Aber das «klassische» Vereins-Bild täuscht. Denn: Auch in den nächsten Jahren rechnet der GVT mit Verlusten. Das Budget für 2021 geht von einem höheren Minus als im Vorjahr aus. Grund dafür sind insbesondere die Investition für die neue Website und ein grösseres Engagement im Bereich Kommunikation Politik. Das bei gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen. «Ich muss deshalb sagen: Wir leben von unserer Substanz, unserem Ersparten.» Trotzdem schlug der Vorstand der Versammlung vor, den Mitgliederbeitrag bei 50 Franken zu belassen. Die Versammlung genehmigte beide Anträge. Während der Diskussion kam dann aber doch noch die Frage nach der finanziellen Zukunft auf: «So wie ich das sehe, reicht unser Vermögen in diesem Szenario noch für vier bis sechs Jahre, je nach Verlust. Wir müssen also irgendwann wohl den Mitgliederbeitrag verdoppeln oder mehr Mitglieder finden. Was plant der Vorstand diesbezüglich?» Präsident Thomas Schirmer antwortete: «Das ist uns bewusst. Und wenn wir für Leistungen, die ehrenamtlich erbracht werden könnten, auch zahlen müssen, beschleunigt das den Prozess natürlich. Wir sahen jetzt noch keinen dringenden Handlungsbedarf. Aber ja, wir werden in Zukunft wohl über eine Erhöhung diskutieren müssen.»
An der MV konnte der GVT fünf Neumitglieder in den Verein aufnehmen. Gleichzeitig fielen im vergangenen Jahr allerdings sieben bestehende Mitglieder weg.

Wieder eine Adventsnacht

Es gab in der «Waldegg» aber auch sehr gute Nachrichten zu hören: Die «Tüüfner Adventsnacht» findet wieder statt. Im Jahr 2020 hatte diese abgesagt werden müssen – vorderhand wegen Corona. Aber schon damals war klar: Findet sich kein neues OK, wird Teufen seine Adventsnacht verlieren. Dieses traurige Schicksal des Traditionsanlasses konnte nun abgewendet werden. An der MV sprach Susanne Krummenacher stellvertretend für das neue OK: «Die Adventsnacht wird am 26. November 2022 wieder stattfinden. Wir freuen uns sehr darauf. Bitte meldet euch bei uns – auch wenn ihr keine Produkte für einen Standverkauf habt. Wir finden sicher gute Lösungen.»

tiz

Quelle: https://www.tposcht.ch/news/wie-geht-es-weiter/

Ordentliche Versammlung der Mitglieder

Die Mitglieder des Gewerbevereins Teufen treffen sich am Donnerstag, 2. September 2021 zu ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung. Aufgrund der Corona-Richtlinien wurde erneut eine Verschiebung vom traditionellen Datum im März notwendig. Die diesjährige MV findet im Restaurant Waldegg in Teufen statt und beginnt um 19:00 Uhr. Um Anmeldung via Doodle-Link wird gebeten.
Der Vorstand freut sich auf zahlreiches Erscheinen und eine erfolgreiche Versammlung.

Terrasse für die Seele

Die Öffnung der Terrassen am 19. April war ein zögerlicher Schritt in Richtung Normalität. Für viele Gastronomen rentiert sich der Betrieb einer Gartenterrasse allerdings nicht, wenn die Gaststube leer bleiben muss. Das gilt auch für den «Schwanen». Trotzdem hat Jörg Moll Gartenmöbel besorgt.

«In erster Linie geht es um meine Psyche.» Jörg Moll hat den «Schwanen» mitten in der Corona-Krise übernommen. Das war Anfang Jahr. Seither konnte er noch keinen einzigen Gast in der gemütlichen Appenzeller-Stube bedienen. Kundenkontakt hatte er nur während der «Drive-In-Events» auf dem Zeughausplatz. «Deshalb musste ich einfach versuchen, eine kleine Terrasse einzurichten. Auch ohne Budget.» Die dafür nötigen Möbel stellte ihm ein Messemöbelvertrieb aus Zürich kostenlos zur Verfügung.

SRF im «Schwanen»

Der Muttertag am 9.Mai war nicht nur der bisher beste «Terrassen-Tag» für Jörg Moll, er hatte auch hohen Besuch: ein Film-Team des SRF. Sie sind auf den Gastronomen nach der schweizweiten Berichterstattung in der «NZZ» aufmerksam geworden und planen einen Beitrag über den «Schwanen» für die Sendung «SRF bi de lüt». Ausgestrahlt werden sollen die Folgen diesen Herbst. Den Schritt in die Selbstständigkeit bereut Jörg Moll nicht – nur den Zeitpunkt. «Ich war wohl etwas zu positiv eingestellt. Dass es dann doch noch so lange geht, hätte ich nicht gedacht.» Wie alle Gastronomen hofft er jetzt auf eine Öffnung, damit er seinen «Schwanen» endlich richtig betreiben kann. Für die Übergangszeit hat er sich nun auch noch ein paar Pavillons besorgt.

tiz

Quelle: tposcht.ch

Claro Weltladen unter neuen Leitung

Im April 2021 musste der claro Weltladenverein die langjährige Ladenleiterin Irene Grob, die mit viel Herzblut den claro Laden geleitet hatte, verabschieden. Neue Ladenleiterin ist Silvia Bollhalder.

Mit ihr konnte eine motivierte und engagierte Nachfolgerin gefunden werden. Zusammen mit Bettina Kuhn (Einkauf Handwerk) und Claudia Weiler (Einkauf Lebensmittel),
sowie einem Team von 14 Ladenfrauen, ist sie neu für das «Geschick» des Ladens verantwortlich.

Seit über 20 Jahren

Im hellen und schön dekorierten Laden am Dorfplatz 3 findet man unter anderem Kaffee, Schokolade, duftende Gewürze und diverse Öle, davon auch St.Galler Öle. Körperpflegeprodukte von Soglio und ökologische Reinigungsmittel erweitern das Sortiment. Für Kinder gibt es schöne Holzspielsachen und vieles mehr. Der claro Weltladenverein betreibt seit über 20 Jahren einen Laden in Teufen, ist eine Non-Profit-Organisation, unterstützt und fördert die Entwicklung und den Absatz qualitativ hochstehender, sozial und ökologisch hergestellter Produkte aus den Ländern des Weltsüdens sowie aus regionalen Heimstätten.

Félice Angehrn

Quelle: tposcht.ch